3. Oktober 2026

Mauritiustag: Einblicke in einen besonderen Tag – aus der Perspektive der 6/1

Am 22. September 2026 war es an unserer Sankt-Mauritius-Sekundarschule wieder so weit: An unserem besonderen Gedenktag unseres Namenspatrons, des heiligen Mauritius, ging es in diesem Jahr nicht nur darum, gemeinsam Zeit als Schulgemeinschaft zu verbringen, sondern vor allem darum, etwas für andere Menschen zu tun.

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Des heiligen Mauritius wird am 22. September als Namenspatron unserer Schule gedacht. Sein Gedenktag war für uns ein schöner Anlass, uns mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, was Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Füreinander-Da-Sein eigentlich bedeuten.

„Aus dem Schatten treten“ – unser Gottesdienst zum Mauritiustag

Um 8:00 Uhr begann unser Mauritiustag mit einem Gottesdienst in der Kirche Zur heiligen Dreieinigkeit. Unter dem Thema „Aus dem Schatten treten“ kamen Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Mitarbeitende, Gäste und natürlich Bruder Clemens zusammen, um gemeinsam in diesen besonderen Tag zu starten.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Frage, was es bedeutet, aus dem Schatten zu treten. Dabei ging es darum, sich zu zeigen, Mut zu haben, füreinander einzustehen und nicht wegzuschauen, wenn andere Menschen Hilfe brauchen. Passend zum Thema wurden verschiedene Schattenspiele als Anspiele vorgetragen, die die Gedanken des Gottesdienstes aufgriffen und zum Nachdenken anregten. Auch unser Schulchor war mit dabei und sorgte mit dem Lied „Alles nur geklaut“ für musikalische Abwechslung.

Neben den Anspielen und dem Chorgesang gab es verschiedene Lesungen, eine Predigt, Fürbitten und gemeinsame Gebete. So wurde der Gottesdienst abwechslungsreich gestaltet und bot viele Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Der Gottesdienst bildete einen schönen Auftakt für unseren Mauritiustag und stimmte auf das ein, was anschließend in den verschiedenen Klassen auf dem Programm stand: aus dem eigenen Schatten treten, auf andere zugehen und gemeinsam etwas Gutes bewirken. Denn manchmal beginnt es schon damit, jemanden wahrzunehmen, Mut zu zeigen oder einfach für einen anderen Menschen da zu sein.

Die Klasse 6/1 im AWO-Seniorenheim Halle Silberhöhe

Für die Klasse 6/1 ging es gemeinsam mit ihren Klassenlehrerinnen sowie mit dem FSJler Justin in das AWO-Seniorenheim in der Querfurter Straße. Ein Seniorenheim kennen viele bisher nur aus Erzählungen oder vielleicht durch Besuche bei den eigenen Großeltern. Umso spannender war es, einmal einen Einblick in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner zu bekommen.

Vor Ort wurde die Klasse in fünf kleine Gruppen aufgeteilt. Dadurch konnten die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zusammenkommen und verschiedene Aktivitäten ausprobieren. Es wurde gemeinsam gebastelt, gespielt und erzählt. Dabei entstanden viele kleine Begegnungen und Gespräche. Einige Schüler:innen gingen außerdem gemeinsam mit den Bewohner:innen nach draußen. Eine besondere Erfahrung für die Kinder war dabei, dass sie Rollstühle schieben durften. Für die Schüler:innen war es interessant und gleichzeitig eine neue Erfahrung, einmal ganz praktisch zu helfen und Verantwortung für einen anderen Menschen zu übernehmen.

Dabei wurde schnell deutlich, dass es gar nicht immer großer Aktionen bedarf, um jemandem eine Freude zu machen. Ein gemeinsames Spiel, ein Gespräch, ein selbst gebasteltes kleines Kunstwerk oder ein Spaziergang können bereits viel bedeuten.

„Ich fand es sehr schön, Spiele mit den Bewohnern zu spielen. Wir haben viel gelacht und geredet, das hat mir Spaß gemacht.“
– Schülerin aus der 6/1

„Man konnte viel von den Bewohnern lernen. Sie haben uns Dinge aus ihrer Kindheit erzählt, das fand ich sehr spannend.“
– Schüler aus der 6/1

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Mitarbeitenden und außerschulischen Partner, die diesen besonderen Tag mitgestaltet und möglich gemacht haben. Außerdem ein großes Dankeschön an das AWO-Seniorenheim, dass wir diesen tollen Tag in ihrer Einrichtung verbringen durften. Wir nehmen aus diesem Tag viele schöne Begegnungen, neue Erfahrungen und hoffentlich auch die Erkenntnis mit, dass manchmal schon eine kleine Hilfe oder ein bisschen gemeinsame Zeit einen großen Unterschied machen kann.

Justin Müller, Freiwilligendienstleistender