28. Februar 2026

Unser LEGO-Team erneut beim FIRST-LEGO-League-Wettbewerb – Ein Rückblick

Viele Monate konzentrierter Arbeit und sogar so manch eine Überstunde liegen hinter den Teammitgliedern des FS-Projekts, welche erneut am Wettbewerb der FIRST-LEGO-League als Team „MAURI-MAURI“ für unsere Schule antraten. Aber wie ist der Wettbewerbstag sowie das LEGO-Projekt als Ganzes verlaufen? – Ein detaillierter Rückblick

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Dieser Artikel ist in fünf Kapiteln untergliedert:

  1. So lief es letztes Jahr und was bisher geschah
  2. Die Vorbereitung: Steinchen, Code, Teamgeist und Pizza?
  3. Die Regeln und Bewertungskriterien des FIRST-LEGO-League Wettbewerbs
  4. Der Tag des Wettbewerbs (23. Januar 2026)
  5. Fazit zum Wettbewerb und LEGO-Projekt als Ganzes

1. So lief es letztes Jahr und was bisher geschah:

Bereits zum dritten Mal traten die Schülerinnen und Schüler des FS-Projekts bei der FIRST-LEGO-League an der Hochschule Merseburg an. Bei der ersten Teilnahme 2023/24 vertrat das Team „Die 8 L3G0 M4ST3RS“ sowie letztes Jahr 2024/25 „Die 10 M4CH3R“ unsere Schule. So kämpften die insgesamt zehn Teammitglieder der 7. Und 9. Klasse in der letzten Saison 2024/25 erbittert im Robot-Game und bewiesen sich bei der Präsentation ihres Forschungsprojekts zum Thema Unterwasserforschung, Robo-Designs und -Programmierung. Roboter „DETLEF“, war es, den die Tüftler des Teams für die SMS in den Ring schickten. Besonders markant waren der Teamgeist und Zusammenhalt der Gruppe, was vielen Zuschauern deutlich auffiel. Über die letztjährige Teilnahme am 17. Januar 2025, haben wir bereits in einem gesonderten, sehr ausführlichen Beitrag auf unserer Schulhomepage berichtet. [Klicken Sie hier, um zum Artikel „Erneute Teilnahme der Sankt Mauritius-Sekundarschule am FIRST-LEGO-LEAGUE-Wettbewerb - Ein Rückblick“ vom 14. Februar 2025 zu gelangen.]

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In der Zwischenzeit ist viel passiert. So war es die zentrale Aufgabe eines weiteren FS-Projekts jene Sets der „LEGO-Education-Prime“-Baukästen, aus denen der Roboter besteht, neu zu sortieren sowie ein Ausleihsystem für die größere Schulgemeinschaft zu entwickeln, sodass sie auch in Unterrichtsfächern wie Technik oder Moderne Medienwelten eingesetzt werden können. Das FS-Projekt „LEGO-Management“ war dabei ein hilfreicher Schritt, durch den das Team der diesjährigen Teilnahme auf frische und vor allem übersichtliche Sets zurückgreifen konnte.

Auch eine LEGO-AG gab es im 2. Halbjahr 2024/25 erneut. Aufbauend auf den Erfahrungen der letztjährigen AG, war es erneut das Ziel, an die jüngsten Schülerinnen und Schüler all das weiterzugeben, was im vorherigen Halbjahr beim Tüfteln, Forschen und Programmieren gelernt wurde. Genauso schnell wie das Halbjahr auch schon wieder zu Ende war, stand durch die AG bereits die nächste Generation für den Wettbewerb und somit das Projekt „FS-LEGO“ in den Startlöchern! Für genauere Details empfehlen wir folgenden Beitrag: [Hier klicken, um zum Artikel "Impressionen aus den AGs: LEGO-Robotik-AG" zu gelangen.]

Doch auch über die Ferien und Pausen gab es immer etwas zu tun. Angebote in den Ferienwerkstätten (der Winter-, Oster-, Pfingst-, Sommer-, sowie Herbstferien) oder auch Pausenangebote, ermöglichten es, dass sich auch alle anderen interessierten Schülerinnen und Schüler mit den vielen Möglichkeiten, die die LEGO-Kästen bieten, beschäftigen konnten. Gleichzeitig leiteten ehemalige Teammitglieder oft jene Gruppen an, um ihr Know-How auch an die jüngeren Jahrgänge weiterzugeben. Doch muss nicht immer LEGO-Robotik im Zentrum stehen – das freie Bauen macht genauso Spaß. Einen Artikel zur ersten Ferienwerkstatt, finden Sie hier: [Hier klicken, um zum Artikel: "Die erste Ferienwerkstatt an der SMS" zu gelangen.]

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Ganz zentral ist dabei die Weitergabe eigener Erfahrungen und das Anleiten jüngerer Schülerinnen und Schüler durch Teammitglieder. Das ist ein besonders schöner Aspekt, welcher sich über das letzte Jahr festigte. Er sorgt dafür, dass sich das Projekt selbstständig, in einer Art „Kreislauf“, nachhaltig und durch die Schülerinnen und Schüler selbst weiterentwickelt. Deshalb freuen wir uns sehr, dass unser diesjähriges Team so breit über Jahrgänge hinweg gefächert ist, wie noch nie zuvor. Das Team besteht dieses Jahr aus Schülern der Klassen 7 bis 10.

Und so konnte Ende August 2025 die sehnsüchtig erwartete dritte Saison für das Team MAURI-MAURI starten.


2. Die Vorbereitung: Steinchen, Code, Teamgeist und Pizza?:

Eines war zu Beginn klar: Zwar hat das letzte Jahr Spaß gemacht, doch muss aus Fehlern gelernt und auf jenen Erfahrungen (wie bei LEGO-Steinen üblich) aufgebaut werden – und das ganz ohne Bauleitung. In zwei Stunden pro Woche müssen die Teammitglieder nun einen funktionierenden Roboter konstruieren und natürlich auch cool designen sowie funktional programmieren, ein Forschungsprojekt zum Thema Archäologie entwickeln und gleichzeitig auch noch auf das Teamgefühl achten und das alles bis Mitte Januar… So viel zu tun, so wenig Zeit, doch gibt es für alles eine nahrhafte Lösung.

Wie soll der Robo aussehen? Was soll er können? Was wollen wir wann angehen? All diese Fragen musste sich die Gruppe stellen, noch bevor der erste Stein auf den nächsten gesetzt wurde. Hier sind die Vorausplanung im Rahmen der Projektplanung der Freien Studien besonders wichtig. Sie gibt Struktur vor und hilft bei der späteren Projektreflexion, denn sehr oft lassen sich dadurch eventuell auftretende Probleme bereits im Vorfeld durchdenken.

Die Ideen für den Robo waren vielseitig. In der konkreten Auswahl standen Bagger-, Kippladerdesigns oder auch eine fahrende Pizzeria, riesige Räder und eine Karosserie aus Sci-Fi, also warum nicht alles kombinieren? Mehrere Modelle gleichzeitig zu bauen, hat sich auch hier erneut als effektiver Vorteil zur ersten Wettbewerbsteilnahme herausgestellt.

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Besonders wichtig ist der Teamgeist einer Gruppe. Ohne Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung macht es auch keinen Spaß, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Deshalb hat sich die Gruppe vieles überlegt. Zusammen entwickelten sie eine eigene Teamhymne sowie Hintergrundmusik zum Arbeiten. Unter folgendem (externen) Link können Sie gerne einmal hineinhören: [Klicken Sie hier, um zur Musik von MAURI-MAURI zu gelangen.]

Zudem dabei unterstützt hat die personalisierte Einrichtung des eigens für das LEGO-Projekt eingerichteten Raumes – des „Lego-Raums“. Dieser hat einen großen Spieltisch in seiner Mitte, welcher speziell für die Roboter-Parcours des Wettbewerbs vorbereitet wurde. Auch ist er verziert mit den persönlichen Lego-Figuren der Teammitglieder in einer Vitrine sowie gerahmten Teambildern und einer großen Planungstafel an seiner Wand. In diesem Raum musste die Gruppe aber nicht nur zusammenarbeiten, sondern auch, wie bei den Freien Studien üblich, mehrere Zwischenpräsentationen ihres bisherigen Projektverlaufs vorstellen. Der Lego-Raum war somit nicht nur Arbeitsplatz, sondern auch die Bühne für Erfolge und Beratschlagungen von Problemen.

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Eines der immer wiederkehrenden Grundprobleme war besonders schnell ausgemacht: die Zeit. Wie die letzten Jahre, bekam die Gruppe sehr schnell zu spüren, dass die zwei Unterrichtsstunden pro Woche – und dann auch noch an einem Donnerstagnachmittag – sehr knapp bemessen sind. Doch kann aus diesem Problem auch eine große Chance erwachsen! So kam die Idee, die Arbeitszeit auch über die regulären 90 Minuten nach 16 Uhr zu erweitern. Nach dem Motto: nicht die Qualität der Arbeit sollte vermindert, sondern die Arbeitszeit verlängert werden. Bis 20 Uhr wurde die Arbeitszeit (natürlich auf freiwilliger Basis) einmal monatlich im Rahmen eines verlängerten Projektnachmittags erweitert… und zur Belohnung am Ende jedes sehnsüchtig erwarteten Projektnachmittags gab es PIZZA! Zu mehreren Nachmittagen, auch jene mit weiteren Besuchern, gibt es Schülerartikel auf unserer Homepage, einfach draufklicken: [Bunt wie Steine (Schülerartikel)] und [Zehn Köpfe, eine Mission! Unterwegs beim zweiten Projektnachmittag unserer LEGO-Gruppe (Schülerartikel)].

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Doch es wäre eine Lüge zu sagen, es wurde immer strikt gearbeitet. Natürlich waren die Projektnachmittage gefüllt mit Gruppenaktivitäten wie Verstecke im dunklen Schulhaus oder auch LEGO-Figuren wichteln zu Weihnachten. All dies in Kombination mit einer klaren Gruppenaufteilung haben dem Teamgefüge und Gruppenzusammenhalt unheimlich geholfen und dadurch zeitgleich die Aufgaben, die der Wettbewerb ihnen auferlegte, vereinfacht. Aber um welche Aufgaben handelt es sich überhaupt?


3. Die Regeln und Bewertungskriterien des FIRST-LEGO-League Wettbewerbs:

Genauer tritt das Team „MAURI-MAURI“ an der First-LEGO-League-Challenge an. Dabei handelt es sich um ein „MINT-Sportevent“, ein Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren, indem das Team gemeinsam einen Roboter programmiert und ein Forschungsprojekt erstellt. Dadurch sind die Anforderungen des Wettbewerbs sehr vielfältig. Wie zuvor angerissen, müssen die Teammitglieder unter Zeitdruck Probleme lösen und mit begrenzten Ressourcen effizient umgehen, denn so ist es später in der Arbeitswelt nicht anders. Hier ist der Schlüssel zum Erfolg stets Teamarbeit! Dieses Jahr steht alles unter dem Saisonthema „UNEARTHED“, zu Deutsch: ausgegraben/freigelegt.

„Packt eure Ausrüstung, schnappt euch Lupe, Seil und Spitzhacke - das Abenteuer beginnt! In der neuen FIRST LEGO League Saison UNEARTHED begebt ihr euch auf die Spuren der Vergangenheit: Gemeinsam als Team entdeckt ihr verborgene Schätze, rätselhafte Fundstücke und vergessene Geschichten. Doch eure Mission endet nicht mit dem Fund, sie beginnt dort erst! Was steckt hinter dem alten Symbol im Stein? Welche Werkzeuge helfen Archäolog:innen bei ihrer spannenden Arbeit? Und wie könnt ihr mit euren Ideen die Zukunft gestalten?“ ~ Organisatoren des FIRST-LEGO-LEAGUE-Wettbewerbs

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Zugrunde liegen somit fünf Disziplinen, die einzeln aber auch in Kombination von der Jury bewertet werden. Diese Herausforderungen sind Folgende:

Das Forschungsprojekt: Natürlich dreht sich beim Wettbewerb nicht alles nur um LEGO. So gibt das diesjährige Motto „Unearthed“ auch die Forschungsfrage für das Forschungsprojekt vor, in dessen Rahmen die Schülerinnen und Schüler zusammen eine kreative Lösung für ein aktuelles Problem unserer Zeit entwickeln müssen. Passend zum diesjährigen Saisonmotto geht es tief hinab in den Untergrund. Die Schülerinnen und Schüler müssen dieses Mal ein Problem freilegen, mit dem Archäologen konfrontiert sind, und eine hilfreiche Lösung dafür erschließen.

Eine doch recht schwierige Forschungsfrage, die einiges an Bedenkzeit und verworfenen Konzepten mit sich brachte. So zum Beispiel eine Karte von Halle, welche archäologische Funde aufzeigt. Hier war das Problem die mangelnden Funde innerhalb von Halle. Wenn die Karte nicht zum Großteil aus Bombenfunden bestehen sollte, musste wohl oder übel umgedacht werden. Die nächste Idee drehte sich um ein Entwässerungsmodell, welches mit vielen Schläuchen zum Experimentieren anregen sollte. Doch wieder gab es ein Problem: Es gab keine Aquarien mehr in der Schule, die als Terrarium umgebaut werden konnten. Damit lag der Fisch begraben, und die Zeit rannte dem Team davon. So überlegte das Team weiter, auf welche Probleme ein Archäologe zwangsläufig noch bei seiner Arbeit stößt und nach einem kurzen Youtubevideo, in dem ein Archäologe schätzungsweise drei Kilogramm Werkzeug an seinem Gürtel hängen hatte, war alles klar.

„Unsere Antwort auf die Forschungsfrage ist ein Multitool für Archäologen zu bauen. Bevor wir aber das Multitool bauen konnten, brauchten wir Expertenwissen." ~ Linus (Forschungsprojekt)

Die Expertise wurde zweierlei benötigt. Zum einen erhielt das Team handwerkliche Unterstützung für den konkreten Bau durch unseren Hausmeister Herrn Barth. Zum anderen wurde das Vorhaben fachlich vom Archäologen Herrn Nebe unterstützt, der auf alle Hintergrundfragen antworten parat hatte. Vielen Dank an dieser Stelle.

„Da war nochmal die Auswahl der Werkzeuge wichtig, also was ein Archäologe dabeihaben muss, wie zum Beispiel ein Hammer, Meißel und Pinsel und dass es eine Aufhängung an die Hose hat.“ ~ Max (Forschungsprojekt)

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Das Roboterdesign: Steine aufeinander stapeln kann jeder, aber soll am Ende ein kleines Kunstwerk entstehen und darin liegt die Herausforderung. Oft liegt der Fokus entweder auf der Optik oder der Funktionalität. Doch je ansprechender das Design und je effizienter der Roboter auf dem Wettbewerbstisch agiert, desto höher sind die Gewinnchancen. Die Teammitglieder einigten sich auf ein konkretes Design. Ein schwarz-gelber, autonomer, intelligenter Robo-Bagger, verpackt in einer glatten Karosserie. Eines fällt beim Anblick sofort auf: er ist GROß –> ein richtiger Oschi! Der Name war somit schnell gefunden und der Robo von MAURI-MAURI wurde auf „OSCHI“ getauft. Natürlich darf beim Designen nicht der Spaß vergessen werden. OSCHI braucht einen Fahrer, oder besser zwei.

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Fahrer Nr. 1 arbeitete vor zwei Jahren bereits im Roboter der Gruppe „8 L3G0 M4ST3RS“, genauer in „ROB“ und heißt „DAFE“ (Der Absolute Fahrer-Engel“). Fahrer Nr. 2 ist ein bekannter Raudi, der im letzten Jahr für das Team „Die 10 M4CH3R“ am Steuer des Roboters „DETLEF“ (Der Edle Total Legändere Einmalige Fahrerengel) saß, er heißt „DAFE 2“ (…). Dieses Jahr vereinen sich ihre Kräfte als gemeinsame Fahrer des Baustellenfahrzeugs OSCHI (Optisch SCHöne Intelligenz). Selbstverständlich bedarf es beiden an genügend Verpflegung und sozialen Kontakten, weshalb eine eingebaute Pizzaria mit einer Belegschaft von weiteren zwei Köchen für das Wohl der DAFEs sorgt.

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„Unser Grundgedanke war, verschiedene Sensoren einzubauen. Das waren zum Beispiel ein Abstandssensor und unten noch einen Farbsensor. Außerdem hatten wir noch Lust verschiedene Aufsätze zu basteln wie Schaufeln oder Hammer, damit er die verschiedenen Stationen erledigen kann.“ ~ Paul, Philip, Alessio (Roboterdesign)

Die Roboterprogrammierung: Hand in Hand mit dem Design geht die Programmierung des Roboters. Ein Programm ist nichts weiter als eine Abfolge von Befehlen in Kombination mit Variablen. „Fahre X Centimeter nach vorne, danach Motor 1 um Y Grad drehen.“ Dies wird besonders kompliziert, je komplexer die Zielsetzungen ist und oder Aktionen zeitgleich passieren sollen. Hier kommt es darauf an, möglichst optimale Routen zu planen und alles so einfach wie möglich zu halten. Das Ziel ist, dass OSCHI in ganz kurzer Zeit selbstständig so viele vorgegebene Stationen wie möglich absolviert.

„Geholfen hat der Abstandsensor. Wir haben es so gemacht, dass er bei der ersten Station fährt, bis er näher als 15cm ist und dann den Motor mit Hebel auslöst.“ ~ Elias, Nils, Henry (Roboterprogrammierung)

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Für die drei Hauptkriterien (Forschungsprojekt, Roboterdesign und Roboterprogrammierung) musste das Team eine 15-minütige Präsentation ausarbeiten und einer sechsköpfigen Jury in der Hochschule vorstellen. Das Auftreten und Informationen zum Teamgeist gehen dabei in die vierte Kategorie „Grundwerte“ ein.

Grundwerte: So hängt der Erfolg im Bereich „Grundwerte“ nämlich nicht nur von fachlichen oder auch technischen Fähigkeiten der einzelnen Teammitglieder ab, sondern handelt von Grundprinzipien wie Fairness, Zusammenhalt und das Auftreten der Gruppe, die sich später in der Punktzahl widerspiegeln. Für die Grundwerte hat das Team zusätzlich freiwillig eine weitere 5-minütige Präsentation konzipiert, um auch die gemeinsame Vorbereitungszeit in der Schule genauer zu zeigen.

„Unsere Aufgabe ist Teammanagement. Das heißt wir kümmern uns um den Teamzusammenhalt.“ ~ Eli, Amon (Teammanagement)

Robot-Game: Wenn all die zuvor genannten Punkte gut ineinandergreifen, muss man sich auch bezüglich des Hauptevents des Wettbewerbs, dem Robot-Game, keine Sorgen machen. Das Robot-Game ist die fünfte und letzte Disziplin des Wettbewerbs. Es treten jeweils zwei Teams gegeneinander an, um auf einem Tisch vorgegebene Stationen als eine Art Parkour mit dem eigens programmierten Roboter zu bewältigen. Dafür hat der Robo nur 2:30 Minuten Zeit. Das Team, welches am Ende mehr Punkte durch das Erledigen der vorgegebenen Stationen erhält, gewinnt und ist weiter.

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Coaches: Auch die Teamleiter werden geehrt, denn oft sind sie nicht nur Antreiber und Motivatoren, sondern Ideengeber und haken kritisch nach.

„Eigentlich sind wir nur für die Pizza hier.“ ~ Herr Drevs und Herr Bergunder (Coach-Duo von MAURI-MAURI)

Eine Vorbereitungszeit von 5 Monaten klingt im ersten Moment nach einer langen Zeit, aber sie ist im Fluge vergangen. Es ist Stress aber auch viel Vorfreude in den Gesichtern der Kinder zu sehen. Es wird Zeit zu zeigen, an was sie die letzten Monate so fleißig gebaut, getüftelt und geforscht haben. Aus der zu Anfang zusammengewürfelten Gruppe aus 7.; 8. und 10. Klässlern ist nun ein großartiges Team geworden und das sollte sich am morgigen Wettbewerbstag zeigen.

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4. Der Tag des Wettbewerbs (23. Januar 2026)

Darauf haben die älteren Schüler bereits mit Vorfreude gewartet und die jüngeren bekommen es erstmals am eigenen Leibe zu spüren: das allgegenwärtige „Wettbewerbsfeeling“. Zum Glück dieses Mal nicht teilweise zu Fuß, sondern mit Bus und Bahn, ging es in die Hallen der (so langsam gut bekannten) Hochschule Merseburg. Mit großen Augen geht die Gruppe durch die großen Flure und Räume der Hochschule und das Wichtigste wurde direkt zu Anfang entdeckt: Der Snackautomat existiert noch und er funktioniert sogar!!! Im Vorbereitungsraum angekommen, ist dem Team jedoch keine Verschnaufpause gegönnt. Sie sind die erste Gruppe, die sich vor der Jury mit ihren Präsentationen beweisen muss.

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Hinter der Tür eröffnet sich ein Raum, größer als jeder unserer Schule, ein Hörsaal. Es sitzen allerdings nur wenige Personen in den vorderen Reihen. Die Jury besteht aus Professoren der Hochschule und Mitgliedern der FIRST-LEGO-League.

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Nach jeder 5-minütigen Präsentation folgen Fragen, auf die die Gruppe souveräne Antworten findet und auch auf ungeplante Störungen aus den Zuschauerrängen reagierten sie gelassen. An dieser Stelle können wir Coaches bereits anfügen, dass wir sehr stolz auf die gezeigten Leistungen des gesamten Teams sind!

„Jetzt fühl´ ich mich gut! Die erste Herausforderung ist fertig.“ ~ Linus (Forschungsprojekt)

„Das war klasse. Selbst wenn es am Ende keine Gewinne gibt, hat es sich doch schon für diesen Moment hier gelohnt, den Stolz den ihr jetzt empfindet… waren das gute Worte Kameramann? Oder müssen wir das nochmal machen?!“ ~ Herr Drevs (Coach)

Nach der ersten großen Prüfung folgt eine Besprechung im Teamraum, bei der ein erster Schlachtplan des Tages erdacht wird. Der Plan ist klar: Der Roboter muss geladen werden! Auf dem Plan der Organisatoren ist ein erster Testlauf am Wettbewerbstisch fürs Feinjustieren von OSCHI verzeichnet, darauf folgen die Matches gegen andere Gruppen, doch gibt es vereinzelt wichtige Einwände:

„Ich würde mir wünschen, dass wir nach dem ersten richtigen Match 11:15 Uhr direkt danach 11:30 Uhr schon Mittag essen, weil danach haben wir Matches, die viel näher aneinander liegen.“ ~ Elias (Roboterprogrammierung)

„Ok, jetzt in 10 Minuten gehen wir hoch an die Wettbewerbstische, jedoch wird das erstmal nur ein Test sein. Ein Testspiel, indem wir gucken können, ob der Roboter gut funktioniert, oder ob wir irgendwas noch verbessern müssen.“ ~ Eli (Teammanagment)

Aus dem Keller aufgestiegen, wird den jüngeren Schülern nun das Ausmaß des Wettbewerbs ersichtlich. An jeder Ecke der Wettbewerbstische, welche sich über das bunte Foyer erstrecken, sind Kameras installiert. Vereinzelt tragen Personen lange Kabel mit sich umher und hinter einer kleinen Ecke sitzen Techniker, die ihren Blick über Mischpult und dutzenden Kameraeinstellungen schweifen lassen. Aber auch wir haben unser eigenes Equipment für den Dreh mitgebracht!

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Auf der Bühne strahlt ein Beamer den Livestream des Wettbewerbs an die Wand. Den Stream des gesamten Wettbewerbs können Sie auch jetzt noch unter diesem (externen) Link einsehen: [Livestream FIRST-LEGO-League-Challenge Merseburg 2026]. Zudem war auch die Presse vor Ort. Der Beitrag des MDR kann unter folgenden (externen) Link aufgerufen werden: [externer Link: MDR Videobeitrag "Mit LEGO-Robotern auf Zeitreise"] und der Artikel der Mitteldeutschenzeitung hier: [externer Link: "Schüler für Technik begeistern"]

Nun folgt die Möglichkeit OSCHI das erste Mal auch auf den von der Hochschule gestellten Spieltischen zu testen. Zum Glück, denn es zeichnet sich ein großes Problem ab. OSCHI bekommt im Moment keine einzige Station hin, hier muss unbedingt nachgebessert werden. Aber warum agiert der Robo im Vergleich zur Vorbereitungszeit in der Sankt Mauritius so unterschiedlich?

„Das Problem hier ist halt, wir haben deutlich mehr Grip und das heißt wir müssen die ganzen Programme erstmal umschreiben, alles wieder punktgenau machen, weil wir haben mehr Grip, das heißt die Stationen können nicht genauso angefahren werden wie bei uns in Halle.“ ~ Nils (Spieleprogrammierung)   

„Hallöchen ich hol mir nen Kakao.“ ~ Paul (Roboterdesign)

„Die Programmierer haben das jetzt schon ganz gut im Griff, weil sie teilen sich auch auf. Grad arbeiten sie sehr gut daran. Vorhin beim ersten Versuch war der Robo schon echt nicht so gut drauf.“ ~ Max (Forschungsprojekt)

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Nun eine halbe Stunde später scheinen die Probleme gelöst und das Team macht sich auf den Weg zum ersten richtigen Match. Auf der anderen Tischseite steht die Gruppe „Legoane“ vom CJD Christophorus. Und so heißt es 3…2…1…LeGOOO!

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Anders als am Testtisch, zeigt OSCHI nun deutlich besser, was er draufhat. Dem Moderationsteam fällt sofort das gelb-schwarze Design des Robos auf.

„Aber is´n hübscher. Der ist wie so eine große Hummel. (…) OSCHi ist ein guter Name, aber große Hummel würde auch gut passend von der Farbe her.“ ~ Moderationsteam der FIRST-LEGO-League

Dennoch kommt es an einzelnen Stationen wie zum Beispiel einer Hebelstation mit einer Lore, die angeschoben werden muss, zu Schwierigkeiten. Hier verfehlt er den Umschalthebel knapp und löst dadurch die Station nicht aus - verschenkte Punkte.  Bis auf die drei Schüler am Spieltisch, stehen alle anderen ringsherum und feiern ihr Team auch mit eigens kreierten Teamschildern an.

„Schau! Sogar mit eigenen Schildern - ist ja hervorragend. Ich glaube, die hatten sie letztes Jahr auch schon. „Die 10 Macher“, das war ja der Teamname davor.“ ~ Moderationsteam der FIRST-LEGO-League

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Zum Ende der 2:30 Minuten versucht OSCHI mit einer Hammervorrichtung aus einer Station Legosteine herauszuschlagen, und das mit Erfolg. Der Tisch erzittert mit jedem wuchtigen Schlag OSCHIs und es scheint gar so, als würde der Hebel der Station jeden Moment abbrechen, so stark biegt er sich, doch er gibt nicht nach. Zum Glück, denn das Zerstören einer Station, sei es auch nur durch ein einziges Teil, führt zur Aberkennung seiner Punkte. Eine Tatsache, die die älteren Teammitglieder bei der allerersten Teilnahme am eigenen Leib erfahren mussten. Damals war diese Spielregel der Gruppe nicht bekannt, leider widerfährt ihnen dieses Mal ähnliches in anderer Art und Weise – aber dazu gleich mehr. Das Spiel war erfolgreich. Zwar tat sich OSCHI noch an ein paar Stationen schwer, doch zeigte sich eine sehr starke Verbesserung im Vergleich zum Test. Zur Belohnung bekamen die Schildträger Amon und Linus sogar noch die Chance interviewt zu werden.

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Während des Mittagessens ist ein Krisenmeeting angesetzt, denn es offenbart sich ein neues Problem. Die Teammitglieder, die am Tisch standen, erklären es der Gruppe. Während des Spiels fuhr OSCHI gegen die Seitenwände der Spieltische, um zur Homezone (Schutzzone) zu gelangen, doch das ist nicht Regelkonform.

„Der Schiedsrichter hat gesagt, dass das OSCHI die nächste Runde auf keinen Fall nochmal machen darf, sonst gelten die Punkte nicht. Das ist anscheinend eine neue Regel, die wir nicht kannten." ~ Nils (Roboterprogrammierung)

Zurück am Trainingstisch, hat sich das Strategiemeeting zu Anfang ausgezahlt, es konnte ein Tisch ergattert werden. Das ganze Team steht nun zusammen, um den Tisch und beobachtet die weitere Feinjustierung von OSCHI. Und auch mit den anderen Teams werden Tipps und Tricks ausgetauscht.

„Also das erste Spiel lief gut. Wir haben 115 Punkte, auf jeden Fall mehr als letztes Mal. Aber wenn jetzt die anderen Stationen auch noch gut laufen, dann kommen wir auch auf sehr gute Punkte.150 sollten es schon sein. Wir haben zuerst Mittag gegessen und haben uns sehr beeilt, damit wir an einen Trainingstisch kommen, weil es gibt nur zwei für zehn Teams. Ich bin sehr positiv für das nächste Spiel.“ ~ Eli (Teammanagement)

„ja eigentlich läufts jetzt wieder gut, wir haben eigentlich alles gefixed.“ ~ Alessio (Roboterdesign)

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Zeitgleich fallen auch die vielen tollen Designs der anderen Teams auf. Ein Roboter sieht aus wie ein Käfer mit langen Fühlern, der andere gleicht einem Abrissbagger mit Keule. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Zurück bei unserem Team, schaut die ganze Gruppe weiter gebannt auf OSCHI, denn selbst Station 8 mit der Lore, welche zuvor für Probleme gesorgt hatte, funktioniert jetzt reibungslos. Ein Jubeln hallt durch die Flure, und so macht sich MAURI-MAURI auf den Weg zum finalen Spiel gegen das Team der Hochschule Merseburg selbst, die „Electronic Gamers“. Jetzt muss alles sitzen, denn die Erwartungen sind hoch.

             „Ja mann! Wir schaffen das! Komm in die Gruppe. ~ Linus (Forschungsprojekt)

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OSCHI startet mit dem Ziel eine Station in der Ecke anzusteuern, dreht zunächst präzise ein, lässt einen Teil der Aufgabe rotieren und hebt zeitgleich mit seiner Armvorrichtung ein anderes Teil heraus, um es in der Startzone abzuliefern. Nachdem er eine weitere Schieberegler-Station bewältigt, kommt der alles entscheidende Moment: Die gefürchtete Aufgabe mit der Lore. Hier hatte es vorher gehakt, wodurch wertvolle Punkte verloren gingen.

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OSCHI richtet sich aus, korrigiert minimal seine Position durch einen letzten kaum sichtbaren Lenkimpuls und bewegt seinen Arm. Ein kurzer Kontakt und der Hebel der Station kippt – die Lore setzt sich in Bewegung. Erleichterung macht sich in den Gesichtern der Gruppe breit, die vielen Minuten der Feinjustierung am Testtisch haben sich bezahlt gemacht, aber fehlen immer noch einige Punkte, um Elis Wunsch von 150 Punkten zu erreichen. Die letzte Station ist eine bekannte. Langsam fährt OSCHI von einer Homezone in die andere und lenkt kurz vor der Wand von selbst ein, um keine Regeln zu verletzen. Mit frisch angebautem Hammerarm gelingt es OSCHI auch den letzten Stein aus der Hebelstation herauszuprügeln.

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Nach 2:30 Minuten ist es dann auch schon vorbei. Die Gruppe ist Stolz, denn OSCHI lief so gut wie noch nie. Mit 160 Punkten, reicht es aber leider dennoch knapp nicht für den Einzug ins Viertelfinale. Trotz dessen hallt ein großer Applaus von den Zuschauern durch das Foyer der Hochschule.

Das Robot-Game war aber nur eine von vielen Bausteinen der Gesamtwertung. So beginnt nach kurzer Zeit auch schon die Siegerehrung, bei der sich das Team MAURI-MAURI, auch über besondere Auszeichnungen freuen kann. Das Team bekam eine tolle Medaille, Urkunden und wurde für das Forschungsprojekt nominiert.

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„Also der Teamgeist von unserem Team war sehr gut. Wir haben gut zusammengearbeitet, wir hatten Spaß und einfach eine tolle Zeit.“ ~ Amon (Teamanagement)

„Der Wettkampf war sehr gut, es hat nicht immer alles funktioniert, wegen minimalen Fehlern, wodurch wir knapp um 15 Punkte nicht ins weitergekommen sind, was natürlich sehr cool gewesen wäre.“ ~ Elias (Roboterprogrammierung)

"Der Wettbewerb war gut. Unser Roboter war auch – finden wir alle – sehr schön designt. Wir sind motiviert fürs nächste Jahr!"  ~ Alessio (Roboterdesign)

„Natürlich war unser Hauptziel die Programmierung von einem Roboter gewesen, der so viele Aufgaben wie möglich schafft, aber ein weiteres Ziel war natürlich auch, dass wir alle ein super Team werden, dass wir uns unterstützen, uns helfen und uns gut verstehen.“ ~ Eli (Teammanagment)

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Am Kulturabend der Sankt Mauritius-Sekundarschule am 13. Februar 2026, präsentierte das Team einen Film zum Projekt.

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5. Fazit zum Wettbewerb und LEGO-Projekt als Ganzes

Auch die diesjährige Teilnahme am Wettbewerb der FIRST-LEGO-League war erneut ein wirklich tolles und vor allem prägendes Erlebnis. Das lange Tüfteln und Forschen, die vielen Rückschläge und Probleme, das ständige Testen und Umbauen im Rahmen vielzähliger „Überstunden“ sind in diesem Tag gemündet und haben zeitgleich dazu geführt, dass die ganze Gruppe zu einem tollen Team zusammengewachsen ist. Wieder war es möglich, dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre Stärken auch außerhalb des Klassenzimmers deutlich unter Beweis stellen konnten. Wir sind sehr stolz auf alle Teammitglieder. 

An dieser Stelle gilt großer Dank allen Unterstützern des Projekts. Besonders wollen wir uns beim Förderverein der Sankt Mauritius-Sekundarschule für die Unterstützung des gesamten Projekts bedanken.

Wir freuen uns auch sehr darüber, dass das rege Engagement aller Teilnehmenden immer weiter dazu führt, dass sich das Projekt "LEGO" als Ganzes immer weiter im Ganztagsbereich unserer Schule aufbaut, indem es über viele Teilbereiche des Ganztags hinweg funktioniert (Freie Studien, AGs, Pausenangebote, Ferienwerkstätte etc.). Die Zukunft für weitere Projekte und Wettbewerbe im MINT-Bereich ist somit groß! 

Zuvor werden allerdings einige Teammitglieder des diesjährigen FS-Projekts ihre Erfahrungen durch eine LEGO-Robotik-AG, erneut an die jüngsten Schülerinnen und Schüler unserer Schulgemeinschaft weitergeben. Auf das der Spaß am gemeinsamen bauen, forschen und tüfteln auch die nächsten Gruppen anregt.

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Darin Drevs, Coach FS-LEGO/ Begleiter für den Ganztagsbereich

Johannes Bergunder, Coach FS-LEGO/ Lehrer für Moderne Medienwelten